Überleben in einer postnuklearen Welt

In einer Welt, in der alles verloren scheint, kämpft eine Gruppe ums Überleben, ihre letzte Hoffnung ist Afrika.

Arzt und Autor Erik D. Schulz beginnt seinen Roman in einem Bunker in der Schweiz. 300 Überlebende haben ihre Rettung in der hochmodernen Unterkunft gefunden, nachdem ein weltweiter Atomkrieg auf der nördlichen Hemisphäre ganze Länder vernichtet hat. Doch was zunächst als rettender Hafen erscheint, wird schnell zu einem beengenden Gefängnis. Als Getreidepest, die zunehmende Gefahr der Strahlenkrankheit und ein Mord das Leben im Bunker immer unerträglicher erscheinen lassen, flieht eine kleine Gruppe hinaus in die postnukleare Welt. Auf ihrem Weg in den Süden, wo Leben noch möglich scheint, begegnen ihnen nicht nur die veränderten Naturphänomene, sondern auch hungrige und kampfbereite Gruppen anderer Überlebender. Wird es die Gruppe schaffen, zusammenzuhalten und Rettung in Afrika zu finden?

Mit Fachwissen und beeindruckenden Beschreibungen lässt der Autor den Leser mit „Der Weizen gedeiht im Süden“ in eine feindliche Welt eintauchen, die man sich so eigentlich gar nicht vorstellen will.

Fazit: Erik D. Schulz beleuchtet die Auswirkungen von Krieg und Flucht, Liebe und Zusammenhalten auf die Menschen in schweren Zeiten. Was heißt es, alles zu verlieren, und wie bewältigt man die ausweglosesten Situationen? Wer Cormac McCarthys „Die Straße“ nicht aus der Hand legen konnte, kommt auch hier auf seine Kosten.

Schulz, Erik D
acabus
ISBN/EAN: 9783862827367
16,00 € (inkl. MwSt.)