Die Totenbändiger - Unheilige Zeiten (kartoniertes Buch)

Staffel 1: Äquinoktium I-II, Die Totenbändiger 1-2
ISBN/EAN: 9783948695019
Sprache: Deutsch
Umfang: 364 S.
Format (T/L/B): 2.7 x 13.3 x 21 cm
Einband: kartoniertes Buch
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Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der Geister zum Alltag gehören. Jeder sieht sie und jeder weiß, wie gefährlich sie uns Menschen werden können. In dieser Welt gibt es Verlorene Orte, die man den Geistern überlassen musste, und Unheilige Zeiten, in denen die Toten besonders gefährlich sind. Camren Hunt ist ein Junge ohne Vergangenheit. Im vergangenen Unheiligen Jahr fand man ihn im Keller eines verlassenen Herrenhauses - umgeben von Leichen mit durchschnittenen Kehlen. Niemand weiß, was dort passiert ist, nicht einmal Camren selbst. Jetzt, dreizehn Jahre später, schlagen sich die Menschen durch ein weiteres Unheiliges Jahr, in dem Geister und Wiedergänger noch gefährlicher sind als sonst - und plötzlich tauchen erneut Leichen mit durchgeschnittenen Kehlen auf.
Nadine Erdmann studierte Germanistik und Anglistik, verbrachte einen Teil ihres Studiums in London und arbeitete als German Language Teacher in einer kleinen Privatschule in Dublin. In Deutschland unterrichtete sie Deutsch und Englisch an einem Gymnasium und einer Gesamtschule in NRW. Webseite: http://nadineerdmann.de Facebook: https://www.facebook.com/Nadine.Erdmann.Autorin
Äquinoktium Substantiv, Neutrum. (Plural: Äquinoktien, vom lateinischen aequus ,gleich' und nox ,Nacht') Äquinoktium oder Tagundnachtgleiche werden die beiden Tage im Jahr genannt, an denen der lichte Tag und die dunkle Nacht gleich lang andauern. Die Äquinoktien fallen auf den 19., 20. oder 21. März und den 22., 23. oder 24. September. Frühlings- und Herbstäquinoktium gehören zu den vier Unheiligen Nächten, in denen Geister und Wiedergänger besonders gefährlich sind. Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der Geister zum Alltag gehören. Jeder sieht sie und jeder weiß, wie gefährlich sie uns Menschen werden können. In dieser Welt gibt es Verlorene Orte, die man den Geistern überlassen musste, und Unheilige Zeiten, in denen die Toten besonders gefährlich sind. Eine Handvoll Menschen vermag es, diese Toten zu bändigen. Du denkst, das macht sie zu Helden? Weit gefehlt. Denn mit ihren Kräften können sie nicht nur die Geister der Toten auslöschen, sie können genauso den Lebenden den Tod bringen. Willkommen im London der Unheiligen Zeit. Willkommen in der Welt der Totenbändiger. Band 1: Unheilige Zeiten Prolog: Die Nacht des Frühlingsäquinoktiums vor dreizehn Jahren Lichtkegel von Autoscheinwerfern durchschnitten die Finsternis der Nacht. Als der Wagen näherkam, entriegelte Phil die Schlösser und zog die Haustür auf. Sue schob sich an ihm vorbei und trat vorsichtig hinaus. Ihr Atem kondensierte zu feinem Nebel und sie schlang ihre Strickjacke fester um sich, die sie über ihren Schlafanzug gezogen hatte. Es war eiskalt. Die Temperatur lag sicher kaum über dem Gefrierpunkt. Der Frühling ließ auf sich warten. Doch in einem Unheiligen Jahr war ein langer Winter nichts Ungewöhnliches. Mit routiniertem Blick scannte Sue die Umgebung, bevor sie die Stufen in den kleinen Vorgarten hinunterstieg, der ihr Zuhause von der Straße trennte. Der Crescent Drive lag im Dunkeln, nur der Vollmond warf sein Licht auf Häuser und Gärten und tauchte sie in ein bizarres Schattenspiel. Hampstead gehörte zu den Mittelschichtvierteln Londons. Straßenlaternen mit Magnesiumlicht gab es hier nur entlang der Hauptstraßen und rund um wichtige öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser, Pflegeheime, Kindergärten oder Schulen. In Wohngebieten fand man Laternen nur in den Nobelvierteln der Innenstadt. Trotzdem war ihre Straße recht sicher. Alle Nachbarn schützten ihre Häuser mit Eisenzäunen, einige wenige hatten sich sogar Außenleuchten geleistet und in den Gärten wurden Schutzpflanzen gehegt und gepflegt, die Geister und Wiedergänger fernhielten. Doch die anhaltende Kälte hatte den Pflanzen bisher keine Chance gegeben, aus ihrem Winterschlaf zu erwachen, und heute war die erste Unheilige Nacht in diesem Unheiligen Jahr. Wer wusste schon, wozu die Seelenlosen da fähig waren? 'Bleib drinnen', wies Sue ihren Mann an, als der Wagen vor ihrem Haus stoppte und Phil ihr zur Straße folgen wollte. Er hielt inne. Geister wurden von der Lebensenergie der Menschen angezogen. Je mehr Menschen sich dicht beieinander aufhielten, desto mehr Lebensenergie sammelte sich an einem Fleck. Auf Geister wirkte das wie Licht auf Motten. Phil trat zurück hinter die eiserne Türschwelle. Sue dagegen lief zum Gartenzaun und öffnete das Tor, noch immer mit wachsamem Blick auf die Umgebung. Das Mondlicht schimmerte auf ihrem schneeweißen Haar und die feinen schwarzen Linien, die sich wie ein Tribal-Tattoo ihre linke Schläfe entlang bis hinunter zum Ohr schlängelten, schienen auf ihrer hellen Haut noch deutlicher hervorzutreten als sonst. Phil hätte Sue jederzeit sein Leben anvertraut. Sie war eine Totenbändigerin. Sollte hier irgendwo ein Geist lauern und sich auf Thaddeus stürzen wollen, sobald er aus dem Auto stieg, würde sie mit ihm fertigwerden. Doch sein bester Freund blieb unbehelligt, als er aus dem Wagen sprang, eilig die hintere Tür aufriss, ein Bündel in die Arme nahm und zum Haus hetzte. Im Lichtschein, der aus dem Flur hinaus in den Vorgarten fiel, erkannte Phil zwei nackte